Bouldern

Geschichte

Geschichte

Seit den 70er Jahren zählt das Bouldern zu einer eigenen Disziplin des Sportkletterns und hat seit den 90er Jahren eine rasante Entwicklung erlebt. Bei den Kletterweltmeisterschaften 2001 in Winterthur war die Disziplin erstmals an einer Weltmeisterschaft vertreten.

Der Bouldersport wurde durch John Gill (USA) und Wolfgang Fietz (Deutschland) massgeblich mitgeprägt. Gill entwickelte bereits in den 50er und 60er Jahren neue Klettertechniken und verwendete dabei Elemente aus dem Geräteturnen.

Er verwarf die Drei-Punkt-Regel, nach der beim Klettern von den vier Haltepunkten stets drei mit dem Fels in Kontakt sein sollen. Er praktizierte stattdessen einen dynamischen Bewegungsstil. Hierdurch konnte er den Schwung der letzten Bewegung für den nächsten Zug nutzen, so dass eine fließende Gesamtbewegung, ein sogenannter „flow“ entstand.

Gill hat ausserdem die Verwendung von “Magnesia” in den Klettersport eingeführt. Mit diesem weissen Pulver wird die Griffigkeit der Hände erhöht und der auftretende Handschweiss getrocknet.